Provisionsteilung

Was ändert sich an der Aufteilung der Maklerkosten in Baden-Württemberg?

Wer zahlt eigentlich die Provision? Und wie viel Courtage wird fällig? Diese Fragen stellen sich viele Eigentümer und Interessen, die eine Immobilie verkaufen oder kaufen möchten. Bisher war die Aufteilung nicht einheitlich geregelt und jedes Bundesland folge eigenen Regeln. Ab dem 23.12.2020 tritt in Deutschland ein Gesetz in Kraft, das die Aufteilung der Provision einheitlich festlegt.

Diese Änderungen gelten ab Dezember 2020

Maklervertrag

Beim Kauf oder Verkauf von Immobilien in Baden-Württemberg wurde es bisher so gehandhabt, dass Käufer und Verkäufer die Maklerprovision in Höhe von meist 7,14 % unter sich aufteilen. Theoretisch beteiligen sich beide Parteien in gleicher Höhe, aber gesetzlich festgeschrieben war diese Aufteilung bislang nicht. Das bedeutete in der Praxis häufig, dass der Verkäufer viel Verhandlungsspielraum hatte und zum Beispiel einen höheren Anteil der Provision (oder die gesamten Kosten) an den Käufer abwälzen konnte, damit dieser den Zuschlag für die Immobilie bekommt. Durch eine Neuregelung der Aufteilung ist dieses Druckmittel in Zukunft nicht mehr möglich, sodass Käufer finanziell entlastet werden. Ab dem 23. Dezember 2020 gilt in ganz Deutschland einheitlich Folgendes: 

  • Verkäufer und Käufer haben beide einen Vertrag mit dem Makler unterschrieben und beteiligen sich an der Provision paritätisch
  • höchstens 50 % der Provision dürfen an den Käufer abgewälzt werden
  • optional kann der Verkäufer die Provision vollständig übernehmen

Durch die neue Regelung können Käufer in Baden-Württemberg also davon ausgehen, dass sie sich höchstens noch zur Hälfte an den Maklerkosten beteiligen müssen. Am häufigsten werden Käufer und Verkäufer die Kosten in gleichen Teilen bezahlen, also je 50 % der gesamten Provision. In manchen Fällen kann der Verkäufer anbieten, einen höheren Anteil der Provision zu tragen, um zum Beispiel eine neue Immobilie provisionsfrei anbieten zu können.

Das neue Gesetz gilt beim Verkauf von Wohnimmobilien wie Einfamilienhäusern, Reihenhäusern oder Wohnungen an private Käufer. Investoren oder gewerbliche Käufer sind also nicht betroffen. Ebenso gilt das Gesetz nicht beim Kauf von Grundstücken oder Mehrfamilienhäusern.

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